Analysekarten Schnittstellen

Anhand von drei Karten zeichneten und diskutierten die Teilnehmer des Workshop 3 aktuelle Herausforderungen, Projekte und Zukunftsvisionen für den Kooperationsraum. 
 

Die Ergebnisse zusammengefasst:

  • Wohnen + Mobilität
    Erkennbar ist eine auf Düsseldorf ausgerichtete „Finger-Struktur“ aus SPNV- und Wohn-Konzentration, die ausgebaut und qualifiziert werden könnte. Entlang der bestehenden SPNV-Linien wurden dafür potenzielle Wohnbauflächen, meist um wichtige Haltestellen und bestehende Zentren herum, markiert.
    Der zentrische Düsseldorf-Fokus bestimmt generell den aktuellen Stand und die Diskussion. Alternative Entwicklungskonzepte sind aber auch denkbar und könnten differente Qualitäten hervorheben (z.B. »Ringstadt« und »Enklaven«). Denn eine deutliche, wenn auch unscharfe Grenze teilt die Region in einen Druckraum (höchste Nutzungskonzentration und Bebauungsdichte) und einen Entspannungsraum (Gebiete mit anderer Ausrichtung und Qualitäten bei Wohnen, z. B. „entlang der Wupper“, „in der Landschaft“, „im/nahe Grün“, „familienfreundlich“, etc.)
  • Mobilität + Freizeit&Erholung
    Es bestehen zwei großräumige Freiraumgebiete, die nicht mit dem SPNV erreichbar sind. Es gibt bereits Projektideen, diese Freiräume mit Freizeit- und Fahrradbussen zu erschließen. Gleichzeitig fehlt es an „Freizeitkarten“, um den ÖPNV-Freizeitverkehr kostengünstiger und somit attraktiver machen zu können.
    Zur besseren Erreichbarkeit der Freiräume wird eine erhöhte Taktung der Ost-West-Verbindungen angestrebt. Auch wurden SPNV-Haltestellen markiert, die als „Knoten“ von besonderer Bedeutung sein könnten: als Umsteigepunkte für den Radverkehr oder, in der Nähe von Autobahnen oder Landstraßen gelegen, geeignet zum Ausbau von P&R-Angeboten.
  • Freizeit&Erholung + Wohnen
    Die Rheinschiene bietet hohe Qualitäten zur Freizeitnutzung am Wasser, an ehemaligen Auskiesungen und Grünräumen. Diese Freiräume sind allerdings durch hohe Nutzerfrequenzen oftmals bereits ausgelastet. Generell besteht der Wunsch, Freizeit- und Erholungsangebote besser zu bewerben und auszuschildern sowie die wohnortnahen Qualitäten besser bekannt und nutzbar zu machen.
    Es finden sich entlang der Rheinschiene nur wenige potenzielle Flächen für neue Wohnbebauung, es geht also eher um Qualifizierung und eventuell um Nachverdichtung. Die Flusstäler und Talsperren im Bergischen, unterschiedlichste Kulturlandschaften sowie diverse Bachläufe in der Region bieten noch großes Ausarbeitungspotenzial hinsichtlich „Wohnen+Freizeit am Wasser“.
Share on Facebook Share on twitter Email
ähnliche artikel