Workshop 2 - Projekte und Potenziale

Nach einer kurzen Darstellung der Ergebnisse des ersten Workshops stellten die Verbundpartner einen Querschnitt laufender, bereits initierter oder auch noch in einer ersten Konzeptphase befindlichen Projekte vor. Bezüglich ihrer räumlichen Dimension oder Maßstäbe gibt es dabei keine Kriterien.

Ziel der Projektsammlung ist es, ein gemeinsames Gefühl zu entwickeln, was in den nächsten 10 Jahren auch ohne eine weitere Intensiverung einer Kooperation entstehen wird. Also die Schaffung einer fiktiven Referenzsituation 2025 oder 2030.

Unter Potenziale werden Eigenschaften und Begabungen der Gemeinden verstanden, die als ganz spezifische Eigenheit und Identität in die Kooperation eingebracht werden können. Die Potenziale wurden auf einer großen „Mental-Map“ des Kooperationsraums dokumentiert.

 

Bei der Synopse dieser Projektsammlung lassen sich gewisse Grundprobleme und wiederkehrende Themen beobachten:

  • Wohnen
    Ein großer Teil der eingereichten Projekte behandelt die Umnutzung vorhandener Flächen für neue Wohnbebauungen. Dazu zählen obsolet gewordene Flächen (z.B. ehemalige Schulen oder Sportflächen), Gewerbegebiete, alte Bahn-/Gleisflächen sowie Nachverdichtungen in zweiter Reihe und in kleineren Grünräumen.
    Viele kleinere Gemeinden arbeiten an Integrierten Handlungskonzepten (IHK). Meist interdisziplinär, wird hier sowohl an einer Stärkung der Siedlungskerne und Altstädte als auch an einer Lösung für die abnehmende Qualität der Nahversorgung gearbeitet.
    Der enorme Druck auf den Wohnungsmarkt in der Region, in Verbindung mit dem Mangel an geeigneten Bauflächen, befördert eine zunehmende Umwidmung bisheriger Freiflächenpotenziale, z.B. stadtnaher Grünräume oder ehemaliger Infrastrukturflächen.
  • Mobilität
    Wichtige Bestandteile vieler der bereits angesprochenen IHK sind die Integration, der Ausbau und die steigende Bedeutung des ÖPNV und des Fahrradverkehrs. Mobilitätsknotenpunkte sollen Verkehrsarten besser vernetzen und der innerstädtische Radverkehr gefördert werden. Viele städtische Räume müssen an die veränderten Situationen und analysierten Ziele angepasst werden.
    Regional ist ein ganzer Katalog an Velo-Routen und Radschnellwegen in Arbeit, diese fokussieren sich bislang jedoch meist auf den Freizeitverkehr und betrachten zu selten die Synergiepotenziale mit dem Alltags- und Berufsradverkehr.
  • Freizeit & Erholung
    Die Mehrzahl der eingereichten Projekte behandelt innerstädtische Grünräume in unterschiedlichen Größen. Verknüpfungen auf interkommunaler Ebene und/oder eine Anbindung der größeren, regionalen Freizeit- und Erholungsräume finden sich hingegen selten.
    Überhaupt bleibt die Betrachtung der Landschaftsräume oft recht generell. Differenzierte Qualitäten, Räume und Angebote, z.B. in Verbindung mit Wasserflächen (Stichwort: Auskiesungen), werden vermisst.
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